Das Museum „Kunst am Ei“ in Zengôvárkony erwartet Besucher nicht nur zur Osterzeit

Das Museum „Kunst am Ei“ in Zengóvárkony in Ungarn


„Kunst am Ei“ in Zengóvárkony

Museum in Zengóvárkony Ungarn
Foto:Magdolna Wiebe

Immer mehr ausländische Touristen zieht es in den Südwesten Ungarns, in das Komitat Baranya. Ob als Individualreisende oder in Gruppen, sie entdecken die an Sehenswürdigkeiten reiche Stadt Pécs (Fünfkirchen) und ihre Umgebung. Ein großer Teil der hier ansässigen Bevölkerung hat deutsche Wurzeln, spricht Deutsch. Daher gibt es keine Probleme mit der Kommunikation zwischen den ausländischen Besuchern und der Bevölkerung.

Pécs und Umgebung sind in Geschichte, Kultur und hinsichtlich der Zusammensetzung der Bevölkerung durch mediterrane und westliche Einflüsse geprägt. Die europäische Kulturhauptstadt 2010 liegt an der Schnittstelle verschiedener Kulturen und Religionen, beherbergt die älteste Universität Ungarns und ist im besonderen Maße eine Stadt der Museen. Die den Künstlern Vasarely und Csontváry gewidmeten Museen und das Museum der Porzellanmanufaktur Zsolnay sind weltweit bekannt.

Seit April 2000 hat sich dieses Angebot um ein inzwischen auch über die Grenzen hinaus bekanntes Museum erweitert, das Museum „Kunst am Ei“ in Zengôvárkony. Es stellt in dem durch seine Volkskunsttraditionen bekannten Dorf verzierte und bemalte Eier aus, aber auch andere Gegenstände der Volkskunst. Eingerichtet wurde das Museum von einer in Münster lebenden ungarischen Mathematikerin. Ihrer Jahrzehnte dauernden Sammeltätigkeit ist es zu verdanken, dass in dem in Ungarn einzigartigen und selbst in Europa als Seltenheit geltenden Museum 3.000 der insgesamt 5.000 Eier aus dem Besitz der Sammlerin ausgestellt sind. Die Eier sind entsprechend ihrer Herkunft im Karpatenbecken und der zugehörigen Motive sortiert.

Eine große Anzahl von Varianten der Wachsbatiktechnik ist hier zu bewundern. Dies ist die in Ungarn am häufigsten vorkommende Art der Verzierung von Eiern. Des weiteren können bestaunt werden: Eier mit Pflanzenapplikationen, mit Zwiebelschalen gefärbt, mit Kratztechnik bearbeitet, geschnitzt, dekorativ perforiert oder mit Strohapplikationen
und Hufeisen versehen. Darüber hinaus gibt es als besondere Höhepunkte verzierte Eier aus China, Indonesien und Israel. Die schönsten Eier sind auf Postkarten verewigt oder als Duplikate erhältlich. Wer aber selber Lust zum Eierbemalen hat, der kann die dazu notwendigen Hilfsmittel und Musterbögen hier bekommen.
Die sachverständigen Betreuer des Museums zeigen gerne kleine Handgriffe und erklären dem interessierten Besucher Werkstattgeheimnisse. Handzettel und Broschüren mit wichtigen Informationen sind auch in deutscher Sprache zu bekommen, ein ausführlicher Bildband stellt die Sammlung vor. Am beeindruckendsten ist aber die Schönheit der
verzierten Eier selbst, deren visueller Eindruck jeden Besucher in seinen Bann zieht.

Das Museum ist im Jahr 2007 in Ungarn zum „Besucherfreundlichsten Museum“ (Vendégbarát Múzeum) gewählt worden. Dies zeigt, dass die Besucher an Kenntnissen und Erlebnissen bereichert das Museum verlassen und mit Anerkennung an den Besuch
zurückdenken. Gäste sind an jedem Tag des Jahres im Museum willkommen.
Text und Foto: Magdolna Wiebe
Informationen:
E-Mail:
Webseite: www.tojasmuzeum.ini.hu
Telefon: +36-72-466-605, Fax: +36-72-566-012

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15. Juli 2008, 13:31 Uhr
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