Die Stadt Marcali im Hinterland des Balatons war bislang nicht touristisch geprägt. Lediglich Balatonurlauber kamen in die Stadt am Südufer, um Einkäufe zu erledigen.

Seit der Eröffnung des Thermalbades Marcali hat sich die Situation verändert. Der Ort profitiert jetzt auch vom Tourismusgeschehen. Leider war das Thermalbad noch nicht überdacht. Offensichtlich fehlte der Gemeinde das Geld dazu. Wer aber die direkte Sonneneinstrahlung nicht scheut und sich mit einem Sonnenschirm bewaffnet oder auch tapfer dem Regen trotzt, kann mit dem Thermalbad Marcali und seinen heilenden Quellen sehr zufrieden sein.

Das Heilbad Marcali unweit vom Plattensee

Eine machbare Lösung erzielt man, wenn man am See wohnt und nur für spontane Ausflüge die ca. 15 Kilometer bis zum Thermalbad fährt. Parkplätze sind ausreichend vorhanden.

Für Kulturliebhaber ist die im Zentrum der Stadt befindliche römisch-katholische Kirche, die im gotischen Stil im fünfzehnten Jahrhundert erbaut wurde, interessant. Leider überlebten nach der Türkenzeit nur die Wände. Der Turm und die barocke Decke wurden ebenso wie der Sezessionschor neu erbaut. Park, Pfarrhaus und das Kirchengebäude stehen unter Denkmalsschutz. Die im Jahr 1866 erbaute Dreieinigkeitsstatue befindet sich unweit von der Kirche. Das neue Schloss Széchenyi auf dem Széchenyi-Platz mit seinen fünfundachtzig Räumen wurde im Jahr 1913 fertiggestellt. Momentan befindet sich das Krankenhaus in dem neobarocken Gebäude. Im Schlosspark mit den Büsten von Ágoston Tóths und István Széchenyi finden Sie riesige alte Schwarznussbäume, Platanen, Seidentannen, Blutbuchen und Eichen.
Sehenswert sind auch die Marienstatue, die sich auf dem Weg zum Großkeller und Großberg befindet, sowie das Forgách-Schloss im Stadtteil Gomba, der Glockenturm und die Nepomuker Sankt-Johann-Statue.
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